Huslige guckt

Huslige guckt Tanz und trinkt Milchkaffee

Tanz im August ists, (ich wies schon mal kurz drauf hin), und Huslige rennt eifrig von eienm Event zum nächsten. Gestern sah sie begeistert, angeregt und glücklich Nigel Charnock, ehem. Mitglied von DV8, inzwischen Chef der Helsinki Dance Company, mit seinem Soloabend 'Frank'. Charnocks Figur (Frank?) tobt als hyperaktiver, narzisstischer Standupcomedian, der jede Grenzziehung vergessen hat über die Bühne und durchs Publikum, zeigt seinen Luxusleib, wirft Toffees (hmmm!) und tanzt in pathetischen Lichtdomen... 'Frank' ist eine wahre Freude, selbstreflexiv, kritisch, intelligent und ganz und gar der eigenen (theaterimmanennten) Möglichkeitumstände bewusst... (sabbel) vor allem aber: brüllend komisch und daher sehr sehr zu empfehlen.

Ähnlich selbstkritisch, ähnlich lustig: Dick Wong mit B.O.B. / Final Cut, sehr gefiel der Husligen auch Luise Lecavalier / Benoit Lachambre mit 'I' is memory.

Vorgestern gesehen: Maren Strack / Max Bauer & post theater mit Figur 8 Remix. Eine Frau und ihr Auto, eine Einheit: erzählt wird die Geschichte von Clärenore Stinnes, der ersten Frau die die Welt im Auto umrundete. Ansprechend vor allem die Erzähltechnik dabei: Tanz, Videoprojektion, und live erstellte Geräuschkulisse verweben sich zu einem organischen Ganzen, in einer Art und Weise dass es sogar den ganz abgebrühten überfütterten Theatergucker (also mich, die Huslige) in Erstaunen versetzt. Weiteres großes Plus: Diese Show kann man sich noch oft angucken, sicher auch hier in der Gegend, vgl. post theater
Huslige freut sich dieser Tage noch auf Pichet Klunchum mit I am a Demon, Sub Sahara im Podewil, und auf Régi von Boris Charmatz...
Phew. und nach so viel avantgardistischem Tanz geht Huslige vielleicht sogar mal wieder ins DT. Auf dem Weg dorthin empfiehlt sich übrigens sehr sehr ein Besuch im Monsieur Toche in der Albrechtstraße. Hier gibts hervorragendes günstiges Mittagessen im Bistro-Ambiente, besonders guten Kaffee und französische Patisserie zum Frühstück, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Zu allem Überfluss sind die Chefs dort lieb und nett, immer gut gelaunt und von erfrischender Professionalität...

Huslige Gumminbärenpersönlichkeit.

Ein Streit über die Wichtigkeit oder Belanglosigkeit des Mordes an Bruno dem Bären vor einem Hintergrund weltweiter Krisen, Kriege und Katastrophen darf befremden, da der Streit an sich mindestens ebenso belanglos wie der Bär.

Das Gummibären-Orakel, auf das Huslige eben über einen Parka-Lewis-Umweg stieß hingegen ist dermaßen jenseits allen Belangs, dass ich es Kunst nennen und hiermit weiterempfehlen möchte. Bitte beachten sie die befremdlich zutreffende, ja erschreckend prophetische Aussage die das Orakel tätigen konnte, nach dem Huslige lediglich 5 Bärlein angeklickt hatte:

"Zwei rote, zwei weisse, ein orangenes Bärchen
PREDIGT, SELBSTÜBERSCHÄTZUNG, KREATIVITÄT
Sagt Ihnen der Name Peter von Amiens etwas? Oder Bernhard von Clairvaux? Papst Urban II.? Das waren Leute, die genau die Farben schätzten, die Sie gerade gezogen haben. Blutrot und Blütenweiss. Diese Leute waren Meister der Predigt. Der flammenden Predigt. Der Brandrede. Diese Leute verstanden es, Menschen zum Krieg aufzupeitschen. Denn sie waren die Prediger der Kreuzzüge. Was hat das mit Ihnen zu tun? Nun, die beiden roten Bärchen zeigen: Sie haben die Power. Die Streitlust. Die Fähigkeit, andere zum Aufbruch zu bewegen, ja, sie sogar in Alarmstimmung zu versetzen. Sich selbst übrigens auch. Die beiden weissen Bärchen sagen: Sie haben überdies die Gewissheit, dass Sie im Recht sind. Dass Ihre Motive rein sind. Dass Sie berufen sind, andere geistig zu leiten. Diese Illusion, verbunden mit Ihrer kämpferischen Energie, sind eine aufreizende Kombination. Sie könnten glatt sowas wie ein Sektengründer werden. Man würde Ihnen glauben. Aber Sie selbst würden damit nicht glücklich sein. Sie hätten dabei immer eine untergründige Angst. Warum? Weil Sie Ihre fröhliche, unbeschwerte Seite unterdrücken müssten. Und genau die blüht jetzt auf. Sie besitzen nämlich noch etwas, was die Eiferer der Kreuzzüge nicht im geringsten besassen: Humor. Dafür steht das orangene Bärchen. Sie haben ein heiteres Herz. Eine verspielte Phantasie. Eine schöpferische Begabung. Und eben mit dieser Begabung werden Sie Ihre enormen Reserven an Energie und Visionen kreativ verwandeln. Ihr Potential ist grossartig. Jetzt, mit neuen Kontakten, mit spielerischem Ausprobieren, mit Reisen im Geist und in der Wirklichkeit, werden Sie es entwickeln. Ein ganz klein wenig bedauern wir das allerdings. Wir hätten Sie so gern mal predigen gehört.
Orakel vom Samstag, 5. August 2006, 13:58 Uhr"

Nun? gruselig oder? Welch genau zutreffende Einschätzung husliger Qualitäten! Aber wen wunderts bei einem Orakel das aus Essen besteht. Zwar mag Huslige eigentlich keine Süßigkeiten, aber demnächst wird eine Tüte Gumibärli gekauft, keine Frage. Aber nochmal zurück zu ernsthaften Auseinandersetzungen mit der Weltpolitik. Huslige meinst: lassts die Streiterei bleiben, setzts euch schön zusammen und spielts mit bunten klebrigen (Bruno)Bärchen. Damit wäre schon mal ein ganz kleiner gelatiniger Grundstein zum friedlichen Miteinander gelegt...

Hier noch ein Soundtrack dazu, funktioniert natürlich nur für Leser in der husligen Altersklasse, die solche Musik unter Kindheitserinnerungen, und somit als zu den Goldbären passend verbuchen. Interessannter noch als das Erinnerungsschwelgen ist hier allerdings die Tasache das der Sänger von Seona Dancing, Ricky Gervais, heute die vermutlich besten Fernsehsendungen DER WELT! verantwortet. Auch eine Möglichkeit zum friedlichen Zeitvertreib.

Sommerfrische

Na, machen sie auch Urlaub zu Hause in Berlin und drum herum? Folgenden Hinweis kann Huslige für einen Ausflug ins enstpannte Ferienvergnügen geben: Im Wasserschloss Groß Leuthen zeigt der Rohkunstbau Performances und Installationen, das Motto des diesjährigen Sommers ist die Freiheit, assoziiert mit der Farbe Blau wie in Kieslowskis Filmtriologie Blau Weiß Rot.
Und weil das Schloss ein Wasserschloss ist kann man dort auch im See baden.

HavelHavel Enten

Huslige ist die letzten Tage durchwegs urlaubsmäßig versackt, hat den Klinsi einen guten Mann sein lassen und war unter anderem an der Havel zum schwimmen (siehe die beiden oberen Bilder. man beachte bitte auch die netten Enten, gut getarnt beim Mittagsschlaf), auf dem schon des öfteren erwähnten Badeschiff und in diversen Beiseln (zum im-Bier-schwimmen). Und weil Uralubsstimmung gutes mediterranes Futter braucht, hier ein Tribut auf die huslige italienisch-östereichisch-bayerische Herkunft:Kleine Kalbsschnitzerln mit mediterranem Kartoffelsalat:
(für 3 Personen)

schnitzel

Etwa 6 große Kartoffeln - unbedingt festkochend, nicht bloß vorwiegend festkochend! schälen, halbieren und in Salzwasser fest kochen... dauert so 15 Minuten;
2 große Kalbschnitzel zu 6 kleinen zerschneiden (also je drei Teile pro Schnitzel.... keine höhere Küchenmathematik erforderlich) und mit einem Fleischklopfer, falls ein solcher nicht vorhanden auch gerne mit einer schweren Flasche oder gar mit Fäusten dünn klopfen.

In einer Salatschüssel ein (ganz ganz frisches) Eigelb mit 1 El Dijonsenf, 1/2 ausgepressten Zitrone und etw. Weinessig, verquirlen; langsam gutes Olivenöl zugeben, bis man eine dickflüssige Soße beieinander hat. Dort hinein kommt Majoran (bestenfalls frisch, zur Not auch getrocknet), Salz und Pfeffer, etw. gepresster Knoblauch, 2 Eßlöffel abgetropfte Kapern und eine fein gehackte Schalotte.

Die Kartoffeln abgießen, warten (oder, falls keine Zeit: kalt überbrausen) bis sie lauwarm sind, kleinschneiden und in die Soße geben; dann nach Belieben kleine Gurken- und Tomatenstückchen (Tomate entkernen!) zugeben und in den Kühlschrank stellen. Am besten ist dieser Salat übrigens, wenn man ihn dort ein paar Stunden ziehen läßt - kommt aber auf die persönliche Gier an.

Die Schnitzel(chen) panieren: Man bereite 1 flachen Teller mit Mehl, Salz und Pfeffer, einen tiefen Teller mit 1em verquirlten Ei und einen flachen Teller mit Semmelnbröseln (in Berlin "Paniermehl") vor, eine Pfanne mit ordentlich heißem Butterschmalz sowie 1 Platte mit Küchenpapier.
Man wende die Schnitzel zuerst im Mehl, dann im Ei, dann in den Bröseln und lasse sie ins heiße Fett gleiten. Dort bitte nicht mehr großartig hin- und her bewegen, lediglich nach 1-2 Minuten umdrehen. Schließlich auf Küchenpapier entfetten.

Mit dem Salat und großen Zitronenvierteln servieren... Beim husligen Kurzurlaub an der Havel wurden diese Schnitzel übrigens zu eisgekühltem Rivaner (eine Kreuzung aus Silvaner und Riesling Gutedel) und einem großartigen Sonnenuntergang genossen. Viel Spass und nicht zu viel schuften sagt die Huslige.

schnitzel balkon

Und wer denkt, dass er / sie zum Ende des Sommers immer noch nicht die Schnauze voll hat, weder von der Kultur noch von der südlichen Küche ... möge sich ein paar Tickets für den steirischen Herbst anschaffen und nach Graz fahren.

Foto-Schwerpunkt Urlaub in Kreuzberg: Boheme-Band-Battle und Kiddy-Style

Heute fand in der Admiralstraße ein "Boheme Band Battle" statt. Das war lustig und die Musk hat haufenweise Spass gemacht. Hier ein paar Impressionen:
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RICHOUT nahmen das Thema (Puccinis Oper) durchaus ernst und arbeiteten mit überzeugendem Schauspiel und einer noch überzeugenderen Melodicaeinlage ... Dafür erhielten sie einen mehr als verdienten 2. Platz im Battle.

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MERAL5 waren zwar in der Endausscheidung nicht mehr vertreten, erfreuten Huslige aber sehr mit ihrer ausdrucksstarken Bühnenshow

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Unbestrittene Publikumslieblinge und einer von 2 ersten Siegern: 4XSample, die dermaßen energetisch beatboxten, dass ein unverwackeltes Foto nicht herzustellen war.

Soviel heute zum eher ungeplanten Urlaub-in-Kreuzberg Schwerpunkt der letzten Tage - Noch ein Grund, gerne in Kreuzberg zu leben ist übrigens, dass es hier die stylischsten Kinder gibt. Nein so was niedliches... da tickt die biologische Uhr doch gleich eine Nummer schneller und Huslige überlegt sich ihre Pädo-phobie nochmal. Und ob sie nicht den Frisör/Stylisten wechseln sollte überlegt sie auch. Vielleicht hat ja eine der Muttis mal Zeit?

Kindmehr Kindnoch mehr kind

One Million Drops ...

Vielleicht... Vielleicht kann ich - zumidest zeitweise - aufhören auf den Regen zu fluchen. Zum Beispiel, weil das bunte Karneval der Kulturen Treiben mich nicht sonderlich ärgern wird, nachdem Aufenthalt draussen nicht erwünscht und nicht erstrebt. (das K.d.K.-Plakat hätte übrigens auch noch ganz gut in den Lordi- und Andre Heller Artikel gepasst. Grenzwertig..)
Dann gibt die miese Wetterlage viel Gelegenheit zu absoluter Faulheit. Absolut im Sinne von: völlig bewegungslos, ohne Frischluft und in gebratenen Speck, Eier, Baked Beans und Toast-Düften schwelgend... oder mit flachgesessenem Popogefühl vor dem großartigen 60er Machwerk "1 Million Years BC" versackend (hübsch: Raquel Welsh flüchtet im Pelzbikini und mit ondulierter Stirnfransentolle vor einer 200-fach vergrößerten Eidechse, ergeht sich dabei in wüstesten Bluebox-Gesten...)

Rachel

Oder man liest ein bissl Augusten Burroghs, erkennt sich - halb amüsiert (Alltagsbeobachtungen, Spleens) - halb entsetzt (Trinkverhalten) wieder. Großartig: Magical Thinking, ein Kurzgeschichtenband. Zitat da draus: "he is the sweetest guy and he has absolutely no annoying attitude. On the other hand, he's difficult to work with because things like space distract him". ich kenne auch Menschen (Huslige leider eingeschlossen) die - zumindest manchmal - von so extravarganten Dingen wie der 3 oder gar 4-Dimensionalität des Alltagslebens überfordert werden können.

Aber trotzdem. Diese Form zu leben geht nur eine Woche, höchstens zwei gut, dann wirds der Husligen zu fad. Und zu kalt. gestern Nacht verbarachte Huslige aus purer Sturheit - starr und klamm gefroren - bis um halb vier im Club der Visionäre zu. Zähneklappernd. Das war vielleicht etwas doof, aber notwendig. Und sobald es irgendwie wieder hinhaut findet ihr mich ab 21.00 im Kiki Blofeld. Sommer nachholen.

Kiki Blofeld (früher auch mal Kiki Würfelt oder King Kameamea)
Köpenickerstr. 48/49
Kreuzberg

World in Pictures

Am Do., 25.5., sind Forced Entertainment mit der Premiere ihres neuen Stücks "World in Pictures" in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz zu sehen. (vgl. Rehearsal Weblog von Gründungsmitglied Tim Etchells) Das lohnt sich liebe Leute! Wo sonst bekommt man die Geschichte des Geschichten Erzählens in 2 Stunden kulinarisch wertvoll und mit viel Rauch, Theaterschnee, lauter Musik und buntem Licht nahe gebracht. I gfrei mi!!!

Und morgen, Dienstag abend im HAU 1 zeigt Tamer Yigit (vgl. taz) seinen neuen Film Selda, dies zum ersten und einzig absehbaren Mal in diesen Breiten. Auf auf, die Kultur ruft.

Der große Preis im Welttheater an Club 49

des is a so a Sach..... mit dem Grandprix. Ich brauche ja wohl nicht zu betonen, dass Huslige dieses Spektakel nur unfreiwillig, aus Langeweile, Verfügbarkeit und einer gewissen Gruppendynamik heraus angesehen hat (räusper). Zum Glück nicht in voller Länge, es gibts ja gottseidank genügend Kneipen hier am Kiez wo man die Zeit sinnvoller erschlagen kann.

Nichts desto weniger möchte ich anmerken, dass mir der Auftritt der als Trolle verkleideten Finnen SEHR zugesagt hat (weichgespülter Troll-Metall? Finntrolls Cousins aus dem Mädchenpenisonat? oder so). Die Letten mochte ich ebenfalls, die weißen Anzüge, ihr Comedian Hramonists-Geschmachte und das Beat-Boxing waren eine durchaus gewagte Kombination. Ich hoffe dass eine der beiden Gruppen gewonnen hat, habe aber keine Lust, das nachzuprüfen.

Ungeschlagen allerdings war mein Eindruck von den Delphinen in der Eröffnungsshow: Man stelle sich eine barocke Welttheater-Kulisse vor, mit Sonne, Wolken, Meer: Tänzer in Ganzkörper-Delphin-Kostümen aus denen nur silbern geschminkte Beine hervorsahen, rollten in energetischen Puzelbäumen durch blaubetuchte Tänzerinnen, die vermutlich das Wasser vorstellen sollten. Großartig.
Lordi

Später besuchte Huslige - erschlagen vom TVTrash - den Kieztrash und schlug im Club 49 auf, wo "Die Königinnen des Indiepop sich die Ehre gaben". Hübsche junge Damen aus Bayern mit silbernen Debutantinnen-Kronen am Mixer, viel schöner alter Pop, Soul, Rockabilly und so, angenehm war das. Club 49 sieht übrigens, wie eine Mittrinkerin trefflich bemerkte, aus wie das Set für einen "Film von solche Studenten aus der Filmhochschul".
Die Bar ist schon so Kreuzberg, dass man meint es wäre eine Inszenierung von Kreuzberg, alles gedoppelt und gedreifacht.

Club 49
Ohlauerstr. 49
10963 Kreuzberg

Huslige Bewunderung an den Barkeeper, der in der Enge seines Käfig-artigen Tresens den überblick über 30-50 feiernde Kiezbewohner und deren Konsum behält. Zum Kochen gelangte die Bar, als eine der beiden Indipopprinzessinnen "Billie Jean" von MICHAEL!!! auflegte. Das erinnerte Huslige wiederum an die sehr hübsche Inszenierung "Jacko Unbplugged" im HAU 3 von Barbara Weber, in der das Phänomen Jacko als Teil einer kruden Geschichte des schwarzen Pop erzählt wurde, mit viel Plüsch, politischem Wissen und Spass. Barbara Weber inszeniert übrigens auch fürs neue Haus der Münchner Kammerspiele - so zur Info für die Leser aus dem Süden - ihre Sachen sind auf jeden Fall sehenswert.

Afrika

Nach der Aufführung, in der es unter anderem um die eklige US-Tradition der Mistral Shows ging fuhr die Ubahn an der Prinzenstraße an der Plakatwerbung für AFRIKA! AFRIKA! von André Heller vorbei. Unter der Überschrift "Der Kontinent des Staunes" prangt das Gesicht eines Menschen "of colour" (nicht genauer zu definieren) mit einer Art Stammesbemalung und einem Flammenkreis ums Haupt. Oh. je. oh. je. Hat das Volk mal wieder eine Völkerschau gebraucht, hm? Ich muss schon sagen, das ist eine Nummer zu viel. Mir grausts.
PS.: Gut. huslige Neugier. ich hab doch nachgeschaut. Die Finnen haben tatschlich gewonnen. Ein Schlag in die Schnauze der Delphine würd ich meinen. Hihi.

perfect days, little sister! - Two Fish, Fastenbier und geschabte Kässpatzen zum Karfreitag...

Die letzten Tage durfte Huslige entspannte Stunden mit ihrer kleinen Schwester verbringen. Dies beinhaltete unter anderem einen Besuch der Inszenierung "IRRE" von Two Fish am HAU 3, - eine sehenswerte Vorstellung, die allerdings an "Kann man können wollen" - dem letzten Stück der Combo - nicht heranreicht; einen mediterranen Einkauf am Maybachufer, danach eine Pizza mit Meeresfrüchten, (selbstgemacht.... hmmm) und einen nächtlichen Absacker in der Möbel Olfe - Ein Klassiker, von dem man eben doch nie zu viel bekommen kann, obgleich das Zywiec-Bier (zumindest bei mir) - am nächsten Tag regelmäßig mörderische Kopfschmerzen verursacht.
Heute Abend gehts ins HAU 1, da sehen wir Geometronomics von Storm und Discipulos do Ritmo. Hierzu: Tanzinteressierte aufgepasst, vom 21. - 23. 4 findet im Haus der Kulturen der Welt der Tanzkongress statt, in dessen Rahmen die Theater der Stadt die Crème der internationalen Tanzszene eingeladen haben; Expertengespräche und massig Vorträge, Lectures und Workshops kann man tagsüber sehen / hören / besuchen; dazu muss man nur eine Tageskarte für den Kongress erwerben, die kostet 10 Euro.

Und weil perfekte Tage (und auch nur beobachtete körperliche Aktivität) Hunger machen, zudem aus wildem Blogger-Konkurrenz-Gehabe, schreibe ich euch hier das Rezept für Käääs-Spätzle auf, wie wir sie vorgestern genossen haben, da Schwesterlein genauso ein bayerischer Schwab ist wie die Huslige selbst. (folgendes Rezept ist berechnet für 4 Hungrige)
1 Pfund Weizenmehl mit
1 Teelöffel Salz, etw. Pfeffer und Muskat vermischen
7 Eier hineinhauen,
etwa 3 Esslöffel lauwarmes Wasser dazu
und mit einem Schneebesen und viel Ausdauer so lange (agressiv) verrühren bis der Teig eine zäh-leimige Konsistenz aufweißt und Blasen wirft. Die Mischung mindestens 20 Min. in Ruhe lassen;
Inzwischen einen großen Haufen Bergkäse (z.B. Appenzeller, Emmentaler, Greyzer gemischt) reiben (grob gerieben genügt); falls gewünscht einen Salat herrichten...

2 große Gemüsezwiebeln in feine Ringe schneiden.
In ordentlich Butter auf den Herd stellen, ganz wenig Puderzucker drauf streuen und ganz langsam braun schmoren lassen; am Schluß (dauert lange) leicht salzen.
Einen großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und auf Mittelhitze schalten so dass das Wasser immer am Sieden bleibt. Ofen auf 200 Grad vorheizen, eine riesige (oder zwei normale) feuerfeste Form(en) bereitstellen.
Jetzt braucht man ein nasses Holzbrett und ein Messer; auf das Brett gibt man einen großen Löffel Spätzle-Teig, legt es auf dem Topfrand ab, streicht den Teig mit dem Messer glatt und schiebt dann mit Hilfe des Messerrückens kleine Teigwürmer ins siedende Wasser; (die Konsistenz des Teigs ist richtig, wenn er zuerst am Messerrücken kleben bleibt und dann als langezogener Tropfen ins Wasser fällt). Sobald ein Löffel Teig fertig geschabt ist, holt man die an der Oberfläche schwimmenden Spätzle mit einem Schaumlöffel aus dem Topf und lagert sie in der feuerfesten Form, hin und wieder in Gesellschaft eines Stückchen Butter...
Ist der gesamte Teig in Spätzle verwandelt, vermischt man selbige in der Form mit dem geriebenen Käse und läßt sie etwa 20 Minuten im heißen Ofen emulgieren... (Inzwischen kann man den Wein - gern ein Gewürztraminer, ein Riesling oder sowas - dekantieren und den Salat anmachen)
Die Spätzle werden schließlich in tiefen Tellern gekrönt von braunen Zwiebeln serviert.
Wohl bekomms.

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