Heimweh

Happy Brithday Huslige

Wir werden alt und speckig, wenn wir nicht gar rapide auf die 30 zugehen. Drum gabs kürzlich eine gepflegte Geburtstagsparty im Husligen Haus. Und damit der Speck auf guten Grundlagen basiert kam ein klassisches Tiramisu zum Einsatz, wie ich es noch von meiner Mammie kenne, die dieses Rezept irgendwann in den 70ern importiert hat und mit Zähnen und Klauen verteidigte (genau wie mich):

mammie

man nehme

500 g Macarpone
3-6 sehr frische Eier (je mehr Eier desto lockerer aber auch weicher die Creme)
2 El Zucker
1 Wasserglas Marsala (oder zur Not süßen Sherry; wenns unbedingt
Amaretto sein muss bitte den Zucker weglassen)
1 Wasserglas kalten Espresso
1 Großfamilienpackung Löffelbisquits
Rohkakao zum bestäuben.

Die Eier trennen; die Eiweiß sehr steif schlagen. Die Eigelbe mit dem Zucker und 2 EL vom Marsala so lange rühren bis sich eine weiche helle Creme gebildet hat. Die Mascarpone mit der Eigelbcreme verrühren (perKochlöffel oder Rührgerät unterste Stufe). Wenn alles gut emulgiertist, vorsichtig den Eischnee unterziehen.

Ein großes Glasgefäß mit Löffelbisquits auslegen, selbige mit Espressound Marsala bewässern (ich mach das immer mit einem Löffel, damit ichnicht in Versuchung komme zu übertreiben und eine Überschwemmungproduziere, wer sich für mäßiger hält, darf gerne einfach schütten ...); sobald die Bisquits vollgesaugt sind eine Lage Creme drüberstreichen, wieder mit Bisquits weitermachen, tränken, Creme, Bisquits usw. Die letzte Schicht ist Mascarpone, sie wird mit Hilfe eines feinen Siebs schön mit dunklem Kakao bepudert. Ab in denKühlschrank damit und mindestens 1 Stunde dort lassen. Bitte wegs der rohen Eier innerhalb von 24 Stunden aufessen (bereitet für gewöhnlichkeine Probleme)

Happy Birthday Happy Birthday!

Liebe E. und lieber S. - liebe huslige Familie, die ihr so schlau Eure Geburtstage auf einen Haufen gelegt habt... Ich hoffe, Euch ist klar, dass ihr diesen Artikel erst morgen bzw. übermorgen lesen dürft...

Zutaten

Euch ist untenstehender Kuchen gewidmet. Sobald ich in Eurer Nähe bin, kommt das Original nach...

Man nehme:

6 Eier (getrennt), 200 g Butter (Zimmertemperatur), 200 g Zucker, 1 Tl Backpulver, 200 g gemahlene Mandeln, 200 g Bitterschokolade, 125 g Mehl, abgeriebene Zitronenschale, 2 El Rum, etw. Salz, 200 g dunkle Kuvertüre, 1 Packung bunte Zuckerlinsen oder ähnliches, kitschige Kuchen-Kerzen, Backpapier, 1 Kastenkuchenform, 1 Rührgerät. Ein auf 175° C vorgeheizter Ofen...

Herstellung:

Schokolade kleinschneiden (dauert ein wenig und braucht Geduld; am besten eine schöne CD dazu anhören)... In einer sauberen (!) Schüssel die Eiweiße mit den sauberen Rührbesen des Handrührgeräts super steif schlagen (da darf sich nix mehr rühren danach). Daraufhin (Reihenfolge ist sinnvoll.... sonst muss man zwischendurch die Rührbesen waschen...) die 6 Eigelbe mit dem Butter (doch. auf bayerisch heißt das "der Butter") und dem Zucker sowie der Zitronenschale und dem Rum rühren, bis alles cremig lecker emulgiert ist. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und gemeinsam mit den gemahlenen Mandeln in die Butter-Eigelb Masse hineinrühren; sollte das eine gar zu zähe Angelegenheit werden, dürft ihr gerne noch ein Löffelchen Rum dazugeben! Dann liebevoll und langsam den Eischnee und die gehackte Schokolade unterheben...

Herstellung Herstellung 2

 

Die Backform mit Backpapier auslegen, den Teig hineinstreichen und bei 175°C gut eine Stunde backen. Unterdessen die Schweinerei aus der Küche entfernen und ein Kaffeepäuschen machen...

Sobald der Kuchen gebacken ist, erst ein Weilchen in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig herausklopfen. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und auf den (abgekühlten!) Kuchen gießen, dabei langsam arbeiten und mit einem Buttermesser oder Spachtel die Seiten des Kuchens mit Kuvertüre bedecken helfen. Wieder ein Kaffepäuschen machen und die Kuvertüre fast gänzlich erstarren lassen - erst dann mit Smartis oder ähnlichem Kram bekleben und mit Kerzchen versehen...

HAPPY BIRTHDAY

Kuchen

Altweibersommerlicher Urlaub, Werbewetter

wolken2

Liebe Leute, Huslige geht in Urlaub bis Oktober. Und sie hat sichs verdient, muss man sagen. Allerdings fällts fast schwer, nach so schönen Tagen hier, seht selber: Kreuz-Berg- Ausblick und kleines Volksfestl ebenda, ein Sonntagspaziergang der romantischen Art war das. Da kam fast schon Oktoberfeststimmung auf.
kreuz-berg4kreuz-berg2

Mitte Oktober gehts nach Graz zum Steirischen Herbst - Drum ist an dieser Stelle wohl erstmal ein Weilchen Pause. Damits unterdessen nicht fad wird, empfiehlt Huslige sich an Semmelnknödeln mit Steinpilz (oder Rotkappen-) Rahm zu versuchen. Das macht man folgendermaßen:

4 Trockene Semmeln (bzw Schrippen...) in Stückchen schneiden und mit einer Tasse heißer Milch übergiessen. Stehen lassen. Zwei Eier (klein) dazugeben. 1 Bund Petersilie und 1 Zwiebel in Butter anbraten und dazugeben. Das Ganze zu einer Knödel-Form-Fähigen Masse verkneten, falls zu feucht mit Mehl und / oder Semmelbröseln aushelfen. ca. 1/2 h stehen lassen.

Großen Topf mit reichlich Salzwasser aufsetzen. Erst wenn das Wasser sprudelnd kocht, Knödeln formen (mit nassen Händen; nicht zu groß, ca 6 cm Durchmesser reicht) und hineingeben. Ca 15 min kochen lassen. Unterdessen den Pilzrahm herstellen:

Eine weitere Zweibel hacken; Pilze putzen (ohne Wasser, bestenfalls nur mit Messer und feuchtem Küchenkrepp) und klein schneiden. Zwiebel in Butter anbraten, Pilze (500 g wären schön und teuer) dazugeben, mit dem Saft von 1/2 - 1 Zitrone ablöschen, Salzen, pfeffern, etw. Sojasauce zugeben (nicht original aber sehr fein) und 1 Becher süßen Rahm draufgeben. Falls gewünscht mit Pertersilie und noch mehr Zitrone abschmecken.

Weißbier dazu? oder ein Pils? Irgendwie hat doch der Herbst auch seine guten Seiten.
Und wenn sies gerne etwas schlüpfrig mögen, tragen sie das Gericht auf unter Rezitation folgenden Gedichts... (Kindergedichte?? dass ich nicht lache!)
wolken1

Es Klumpt!

Heute gab es ein Schale Früchtereis zu essen. Was wunderbar zur schwülen Hitze und zum Sommergeruch passt, der von draussen reinstreift.

Früchtereis

Huslige macht die Augen zu und schmeckt die Kombination aus klein geschittenen Erdbeeren, Kirschen und Pfirsichen, eingebettet in Sahne und Milchreis. Eisgekühlt das Ganze. Duft, Konsistenz, Geschmackskomposition auf der Zunge, in der Nase, ziehen mich zurück in die immer kühle und etwas düstere Küche meiner Oma, in der an heißen Tagen eine ebensolche Schale mit Früchtereis auf mich zu warten pflegte; erinnere mich wie schon damals, durch die Jahr für Jahr wiederholte Handlung des Im-Stehen-Früchterreis-Verschlingens erst der Sommer sich zusammensetzt; wie ich gleichzeitig Sommer erlebte und mich an ihn erinnerte, so die Wirklichkeit noch echter wurde. Sich aufklumpt. Nackte Füße auf kühlem Boden, vor dem Fensterviereck strahlender Sonnenschein, Linden- und Asphalt-Geruch; eine kleine Schüssel Früchterreis, kalt aus dem Kühlschrank in der Linken, in der Rechten ein Desserlöffel aus Edelstahl, der unverwechselbare Geschmack im Mund, die Sonne in den Augenwinkeln, die beginnende Gänsehaut auf den nackten Armen und Beinen, wegen der Kühle in der Küche drinnen.... Die Gier, die einen nach solchen Augenblicken suchen lässt; Augenblicken, die die Realität verdoppeln, verdreifachen, bestätigen. Wenn sich die Zeit klumpt...

Görli2PlakatGörli1Görli3

Und die Kreuzberger giert es in den Görlizer Park, zum (klumpen) picknicken. Ich liebe diese quellenden Menschen- Grill - und Rauchmassen, die alle explizit Sommer und Urlaub feiern, die brüllenden Kinder außenrum (zum Glück ja nicht meine). Die Nähe zueinander, die hier ganz selbstverständlich ist. Nicht zum Selbstzweck gesucht, sondern einfach, weil die Leute hier im Viertel den Park als ihren privaten Garten betrachten und jeder jeweils die Mit-Nutzung seines Gartens durch die vielen Gäste um ihn herum zumeist freundlich duldet. Ein Loesje-Plakat (so eine Art analog-digital Life-Blogger) sagt "Weniger Integrieren, mehr Zusammenleben". Recht hat's.

So und jetzt das Rezept: (unbedingt ausprobieren... das ist sooo fein...) Husliger Früchtereis:
1 Topf Milchreis kochen (aus ca 1 Haferl Rundkornreis und 2 Haferln Vollmilch und 1 Prise Salz) Wichtig: das dauert lang, so ca 20 Minuten, und benötigt sorgfältig rührende Pflege. Also immer geduldig, am kühlen Vorabend mit einem Buch neben dem Herd zu Werke gehen, dann machts sogar Spass... Milchreis ganz kalt werden lassen, nach Geschmack zuckern. 1 Becher Schlagsahne steif schlagen (vielleicht mit einem Sahnesteif drinnen... (Wow. was für ein Wort)) und unter den Reis heben.

Viele viele verschiedene Früchte - Erdbeeren, Süßkischen, Pfirsiche, Johannisbeeren, manchmal auch Himbeeren sinds bei der Husligen daheim immer gewesen - putzen / entsteinen / klein schnippeln.

Reis und Früchte Schichtweise is eine Glasschüssel füllen und möglichst eine Nacht lang richtig ordentlich kalt stellen.

Huslige -wieder daheim - spekuliert chinesisches

02.jpg

Neben gekrauster Stirne über Fußballfans und glückseligem Weiher-Sulen(s), neben Rollerfahrens wie in Teenie-Zeiten, neben Geburtstagstorte und seltsamen Schnitzeln in Augsburg, neben einem Konzert Besuch bei Phonoboy im HippieCommerzParadies Tollwood, neben seltsamen verwandtschaftlichen Begegnungen der polnischen wie der bayerischen Art... kurz: neben vielem Heimat- und Erinnerungsschwelgens brachten diese Tage im Süden auch längst vergessen geglaubte philosophisch-politische Überlegungen aus Kindertagen zurück ins huslige Gemüt.


schirmchen

Eine besonders hartnäckige solche Frage spannte sich in Form eines Cocktail-Schirmchens urplötzlich über den Eisbecher meines lieben Freundes DJ Edward (und es war ein warmer Sommerabend mit großartigem Riesenmond im Junihimmel...)
Hat jemand schon mal - sorgfältig - ein solches Schirmchen zerlegt? Falls ja, wird er oder sie wissen, dass sich in diesen hübschen seidenpapierenen Eisverzierungen geheime Botschaften verstecken. Löst man die Röllchen, über die das filigrane Schirmchen am Zahnstocher verankert ist, zartfühlend ab, befreit sie von Kleber und Farbe, kommen darunter winzige graue Papierrollen zum Vorschein, die, wickelt man sie zu schmalen Streifen auf - oh Wunder - ganz mit chinesischen Schriftzeichen bedeckt sind.

Zeigt sich hier eine ganz erstaunlich ästhetische Form des Altpapier-Recyclings? Oder teilen uns gefangene Dissidenten, die in düsteren Kerkerzellen Spaßprodukte für den westlichen Gebrauch zusammenbasteln müssen, ihre geheimen Hilferufe mit? Als Ignorant in der chinesischen Schriftkunde muss es für Huslige leider bei Spekulationen darüber bleiben. Vielleicht weiß jemand dort draussen mehr?

Die Idee allerdings, dass jährlich tausende pappiger Eisbecher in westlicher Sommerfrische von ungelesenen Hilferufen aus dem Riesenreich gekrönt werden, mag mir nicht mehr aus dem Schädel gehen. Und selbst das kurzzeitige Wiederaufblühen einer unwichtigen Zeitungsmeldung (wie: "Fahrrad zu verkaufen"... "Suche nette Masseurin" oder ähnliches) als buntes Schirmchen, in Eierlikör fußend, spricht mich an.... Wer weiß?

PS: Das nette Barbie-Bild mit den Rollern habe ich auf diesem schönen Blog gefunden.

Huslige ist auf Urlaub in Bayern

Mal wieder, nicht wirklich Urlaub, eher Familiendienste. Aber immerhin. Sonnig, Menschen mit Deutschlandflaggen als Wickelrock (manchen dieser Bierbäuche sollte man stecken, dass Querstreifen fett machen...!). Sauberes, schniekes, strahlendes Minga. Wieso kann man nicht Berlin nach Bayern verlegen? das wäre doch schön so a la: ich arbeite in Minga und wohn in Kreuzberg - is ja bloß a halbe Stund mit der S1. ... Oder: Klar fahr ma des Wochenend aufn Herzogstand, letztens war ich an der krummen Lanke, war auch hübsch... usw.

ZUSATZ: Huslige hat in Bayern einen Geburtstagskuchen erhalten. ... Oh Kindheit!...: an dieser Torte habe ich mich schon mit sechs Jahren berauscht (im wahrsten Sinne des Wortes, weil sie bei uns zu Haus immer schon recht alkoholisch ausfiel) Da die Torte inzwischen in mehrere Bäuche versenkt wurde, hier zumindest mein Versuch sie virtuell zu teilen - das Rezept habe ich dirket aus dem Produktionsprozess heraus transkribiert:

schwarzwälderSchwarzwälderkirschtorte

Boden:
4 Eier trennen
Ins Eigelb 4 Eßlöffel warmes Wasser und 100 ccm Zucker + 1 Vanillezuckerpackerl geben
Eiweiß schaumig schlagen.
Anschließend auch die Eigelbmasse schaumig rühren
300 ccm Mehl mit ½ - 1 Backpulver, 1 Prise Salz, 1 Teel Zimt und 4 Eßlöffel Rohkakao mischen. Zum Eigelb geben und sanft unterrühren.
Eischnee (noch zärtlicher) unterheben.
Springform (26cm) einfetten und mit Bröseln bestreuen, Teig hineinstreichen und bei 180 °C ca. 30-35 min. backen.

 

Füllung und Tortenbau:
1 Paket Sauerkischen (=Weichseln = Schattenmorellen) von 750 g – aufgetaut – aufkochen. Sobald sie kochen, eine Lösung aus ½ Kaffeehaferl Stärkemehl, 100 ccm Zucker, und großen Mengen Rums / oder Kirschwassers oder Kirschsaft hineinrühren, kurz mitkochen lassen, dann auskühlen lassen.
Biskuit abkühlen lassen, aus der Form nehmen und vorsichtig in 2 Deckel teilen.
½ Tafel (= 100g) Blockschokolade in grobe Raspel schneiden
3 Becher Sahne mit 3 Päckchen Sahnesteif sehr fest schlagen.
Unteren Kuchenboden auf eine Platte platzieren, mit der Kirschmasse (jetzt kalt) bedecken, etwa 1/3 der Sahne darauf verteilen. Oberen Boden mit Rum beträufeln und den Kuchen damit deckeln
Die Torte rundum zuerst mit der restlichen Sahne, dann mit der Schokolade bedecken.
Platte außenrum mit feuchtem Küchentuch reinigen. Torte mit Kuchenhaube abdecken und eine Nacht lang kühl stellen. Innerhalb von 2 Tagen aufessen, sonst einfrieren.
In Kürze hier ein paar Worte von Gast Schreiber Dj Edward...
Bis dorthin etwas Musik für die Warteschleife (Danke Dj Stefan)

Bukolisches mit Zucker drauf - Kampf der Schafskälte

Einen fast Parka-Lewis-5000-Meilen-tauglichen Traum hatte ich heute Morgen, als ich mich zum dritten Mal in Folge wieder ins Bett geworfen hatte. Der Tag wollte nicht anfangen, trüb-grausliger Regen hielt mich unter der Decke, als ich mich auf eimal in süß bukolischer Verklärung unter einer Birke befand auf lindgrün sanften Hügeln. Ein Schäfer, eine Schäferin, Lämmchen und Schäferhunde. Weiße Flauschewolle, Blümchen, Bienchen. Heimliches Gefingere unter den Röcken der Schäferin, Feuchtigkeit in Lämmerlöckchen, Schäferhunde die hinterm Busch verschwinden.... usw. Der Traum beginnt auszuarten... (man kann das hier jetzt nicht so in der Öffentlichkeit schildern) ... Ein Wolf aus nahegelegenen düsteren Wäldern kommt ins Spiel... Puh. Bald später aufgewacht.

Daraus spricht wohl eindeutig - sagt Huslige als Hobby-Psychologe - der dringende Wunsch nach Frühstück und Sonnenschein... mit folgendem Frühstück kommt man allerdings sogar durch die böse verregnete ganz und gar nicht Frühlingshafte Schafskälte:

Kaiserschmarrn

2 Esslöffel Sultaninen in Rum einlegen -bestenfalls über Nacht. 3-4 Eier trennen; Eiweiß steif schlagen; die Eigelbe zusamen mit 1 kanppen Tasse Mehl und 1 Tasse Milch (250 ml) mit dem Rührgerät schaumig schlagen; 1 Prise Salz,
2 Esslöffel Zucker zugeben, 2 ordentliche Esslöffel Butter schmelzen und unter den Teig rühren, zuletzt den Eischnee und die Sultaninen unterheben.
In eine Pfanne mit heißer Butter und/oder etw. Pflanzenöl etw. eine 1 cm dicke Teigschicht backen lassen, sobald alles gestockt ist, in große Stücke rupfen, selbige umdrehen und fertig backen; dick mit Puderzucker bestreuen und gleich aufessen. Super mit Apfelmus. Nobelversion: mit Erdbeeren und Sahne.

Jessas Maria da erschte Wurm!

Nur aus Freude am teilen, und weils die Huslige nach bissl über einem Jahr wieder entdeckt hat: Hörts mal rein in den Austrofred.
I Lieg Am Ruckn Mp3


Eich Dodln Gib I Gas Mp3

Wunderbar grade am ersten der beiden Lieder ist die ironisch im schiefen Austrofred-Gekreische gebrochene Tragik des zu Tränen rührenden Texts..., das am Ösi-Akzent schrubbernde Pathos der Queen-Melodie... Leicht wehmütig, passt das wunderbar in huslige Laune, a bissl Heimweh nach dem Süden ist im Moment schon vorhanden, grad wenn man sich die hübschen Fotos auf delicious days zum Flohmarkt auf der Theresienwiese anschaut... Aber dann singt der Austro Fred "Jessas Maria da erschte Wurm" und die Huslige lacht herzhaft, grämt sich nimmer und spaziert unter brav sprießenden Bäumen den Landwehrkanal entlang. Morgen gehts eh in den Süden, wenn auch nur für ein paar Tage; und mit Sicherheit wird die Münchner Sauberkeit wieder mal erschrecken nach Monaten Pause, die brummligen Bayern werden mir komisch scheinen und ich werde mich nach der ersten Hundekacke am Schuh sehnen....

Und weil mich sowohl der erschte Wurm an die Biergartensaison, als auch der neu eröffente Valentin an eine zünftige Schmankerlküche erinnert hat, drüber hinaus das leibliche Wohl dem Heimweh entgegenwirkt, hier ein supper Rezept für einen hausgemachten Obazten:

6 Portionen aufs Brot:
1 großer - qualitätvoller! - mittelreifer Camembert
(- und auch wenns noch so stinkt -) 1/2 Limburger
1/2 Paket weiche Butter
1 kleine Zwiebel
Paprikapulver, ganzer Kümmel, Pfeffer, Salz
3 EL Bier

Zwiebel ganz fein hacken; Käse in kleine Würfel schneiden - wenn er reif genug ist, bedeutet das eher: matschen. Butter mit dem Rührgerät rühren, bis sie geschmeidig ist; Käse dazugeben und gut vermischen, Zwiebelwürfelchen und Bier dazu; mit Paprikapulver, Pfeffer und Kümmel würzen. Kühl stellen und durchziehen lassen. Erst ganz zum Schluß salzen, - falls überhaupt nötig. Auf Schwarzbrot oder Brezn, mit Petersiliensträußen zu garnieren... Wohl bekomms.

Subscribe to RSS - Heimweh