Endlich zümpftig!

Liebe Exil-Bayern und Schwaben. Jetzt einmal ehrlich, da schwärmt man den armen Norddeutschen von jenseits des Weißwuschtäquators wiederholt von der großartigen Schmankerln- und Biergartenküche, den supper Brotzeiten und dem herrlichen Faßbier vor, was es im Süden überall, ständig und unerschöpflich geben soll... und tatsächlich.... wenn man sichs mal genau überlegt ist es doch jedes Jahr beim südlichen Sommerurlaub oder während des Familienbesuchs an den Feiertagen das gleiche Ärgernis, und eine herbe Enttäuschung. Man kann wie ein(e) Wilde(r) herumsuchen, meistens ist die Bedienung in den Wirtshäusern und Biergärten pampig, der Kartoffelsalat ebenso, ganz zu schweigen von den enttäuschenden aufgewärmten "Schmankerln" ... an den Krautsalat aus dem 10 Liter-Eimer mag ich gar nicht denken!

Laut geseufzt - und dann gefreut. Denn die Suche hat ein Ende. Mitten im guten alten Kreuzberg hat ein bayerisches Gasthaus seine Pforten geöffnet, das neben Augustiner Hell, Paulaner Pils und Weihnstephaner Dunkel vom Fass noch helles und dunkels Weißbier aus der Flasche und Augustiner Edelstoff verkauft - und daneben, zu allem Überfluss - täglich mit selbstgebackenem Kuchen und hausgemachten bayerischen Schmankerln aufwartet, die diesen Namen auch wirklich verdient haben. Für die Ohren gibts dann noch Haindling und Biermösl Blosn. Drum auf zum würzigen Leberkäs ins niedliche - und ganz und gar nicht weiß-blaue -

Cafe Valentin in der Körtestr. 21, Nähe U Südstern.

Zum Namenspatronen des Cafe Valentin findet man übrigens hier und hier interessantes. Und dieser Link darf für all diejenigen interessant sein, die sich für bajuvarische Subkultur interessieren.